Die IVS-Richtlinie 2010/40/EU und ihre Delegierten Verordnungen erfordern die Einrichtung nationaler Zugangspunkte (National Access Point – NAP) für Mobilitätsdaten in jedem Mitgliedsstaat der Europäischen Union.
Bislang existieren mehr als 30 dieser nationalen Zugangspunkte in allen EU-Mitgliedsstaaten und teilweise auch außerhalb der EU (z.B. in der Schweiz und Norwegen), über die Mobilitätsdaten beispielsweise für die Verwendung in Reiseinformationsdiensten öffentlich bereitgestellt werden.
Die bestehenden nationalen Zugangspunkte sind derzeit allerdings unterschiedlich ausgestaltet und bedienen teils verschiedene Schnittstellen für den Datenzugang. Zudem unterscheiden sich auch die Standards und Formate der bereitgestellten Daten. Für eine diesbezüglich bessere Abstimmung der Mitgliedsstaaten untereinander wurde 2022 daher das Projekt NAPCORE – National Access Point Coordination Organisation for Europe, das durch die Connecting Europe Fazilität der Europäischen Kommission kofinanziert wird, ins Leben gerufen. Das Projekt soll eine Koordinationsebene zur Verbesserung der Interoperabilität der nationalen Zugangspunkte als Rückgrat für den europäischen Mobilitätsdatenaustausch bieten und gleichzeitig die Abstimmung und Harmonisierung von Datenstandards forcieren. Zugleich sollen auch die nationalen Zugangspunkte selbst harmonisiert werden und damit Datenzugänglichkeit sowie -verfügbarkeit verbessern und ausweiten. Dabei werden auch gemeinsame Prozesse und Strategien erarbeitet und implementiert, die die Rolle der nationalen Zugangspunkte sowie der nationalen Gremien stärken sollen.
Seit Juli 2025 sind auch die Mobilitätsverbünde Österreich, gemeinsam mit ihren österreichischen Partnern BMIMI, AustriaTech und ASFINAG, Teil dieses europäischen Projektkonsortiums und bringen ihre Expertise als Bereitsteller öffentlicher Verkehrsdaten vor allem in die Themenschwerpunkte „Multimodale Mobilität“ und „Datenqualität“ des noch bis Ende 2027 laufenden Projekts ein.





