Nahtlose Wegeketten sind entscheidend für eine attraktive Mobilität – daher widmen wir uns der realistischen Darstellung von Umsteigefußwegen im Routenplaner.
Beim 1. Fußverkehrsgipfel am 23.–24. September 2025 präsentieren die Mobilitätsverbünde Österreich ihre Erfahrungen zur Optimierung der Umsteigefußwege im Routenplaner. Grundlage dafür ist die enge Zusammenarbeit mit der Verkehrsauskunft Österreich (VAO), der Graphenintegrations-Plattform GIP und der ÖBB-Infrastruktur AG.
Bis 2018 wurden Fußwege zwischen Haltestellen und Bahnsteigen noch als Luftlinien dargestellt – ein Ansatz, der oft zu unrealistischen Ergebnissen und Unzufriedenheit bei den Nutzer:innen führte. Insbesondere bei komplexen Umsteigesituationen innerhalb von Bahnhöfen konnten diese Darstellungen die Realität nicht adäquat abbilden. Seither wird im Schulterschluss aller Partner ein automatisierter Prozess entwickelt und betrieben, der Indoor-Fußwege inklusive Aufstiegshilfen (Treppen, Rolltreppen, Aufzüge, Rampen) realitätsgetreu abbildet. Grundlage sind das Wegenetz der ÖBB-Infrastruktur in der GIP, der IV-Router der VAO sowie die Haltestellenmodellierung der Verkehrsverbünde.
Seit fünf Jahren läuft die Erzeugung der Umsteigefußwege erfolgreich im Regelbetrieb. Qualitätssicherung, Monitoring und enge Zusammenarbeit sorgen dafür, dass die Daten kontinuierlich verbessert werden – für eine verlässliche und nutzerfreundliche Routenplanung im gesamten österreichischen Öffentlichen Verkehr. Damit werden Umstiege in komplexen Bahnhöfen transparenter und die Orientierung für Fahrgäste deutlich erleichtert.
Die Mobilitätsverbünde Österreich leisten damit einen wichtigen Beitrag zu einem einfachen, komfortablen und attraktiven Öffentlichen Verkehr. Zukünftig soll der Routenplaner zusätzlich um Echtzeitinformationen und barrierefreie Darstellungen erweitert werden – ein weiterer Schritt hin zu nachhaltiger und inklusiver Mobilität.





