Zwei Jahre nach der Einführung des neuen Regionalbus-Verkehrskonzepts „Gmunden Nord – Vöcklabruck“ zieht der OÖ Verkehrsverbund eine äußerst positive Bilanz: Die Fahrgastzahlen konnten seit dem Start des neuen Angebots um rund 20 Prozent auf insgesamt 2.867.225 Fahrgäste im Jahr 2025 gesteigert werden. Damit bestätigt sich, dass die umfassenden Investitionen in den Angebotsausbau der Regionalbuslinien in enger Abstimmung mit den Regionalbahnen den Mobilitätsbedürfnissen der Region nachhaltig gerecht werden.
Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2023 wurde das Regionalbusangebot im Raum Gmunden Nord/Vöcklabruck grundlegend neu aufgestellt und das Fahrplanangebot um mehr als 1,1 Mio. Fahrplankilometer pro Jahr ausgebaut. Das Gesamt-Fahrplanangebot in der Region sind damit ca. 4,17 Mio. Fahrplankilometer pro Jahr. Herzstück des Konzepts waren 85 neue, abgasarme und barrierefreie Regionalbusse, die seither mit modernem Komfort wie kostenlosem WLAN, USB-Anschlüssen an den Sitzen sowie überwiegend bargeldloser Zahlungsmöglichkeit unterwegs sind. Diese Qualitätsverbesserungen in Kombination mit dem Ausbau des Fahrplanangebots wurden von den Fahrgästen sehr gut angenommen.
„Die Zahlen zeigen sehr deutlich, dass wir mit dem neuen Verkehrskonzept in Gmunden Nord – Vöcklabruck den richtigen Weg eingeschlagen haben. Ein Plus von 20 Prozent bei den Fahrgästen ist ein starkes Signal dafür, dass ein gutes Angebot auch angenommen wird. Investitionen in den Öffentlichen Verkehr sind Investitionen in Lebensqualität, Klimaschutz und regionale Entwicklung“, so Landesrat für Mobilität und Infrastruktur Günther Steinkellner.
Bedarfsgerechtes Angebot zeigt Wirkung
Ein zentrales Ziel des neuen Verkehrskonzepts war die Schaffung eines attraktiven und verlässlichen Angebots für Schülerinnen und Schüler, Pendlerinnen und Pendler sowie den Freizeitverkehr. Grundlage der Planung bildeten umfangreiche Analysen der bestehenden Auslastung sowie Rückmeldungen von Gemeinden, regionalen Stakeholdern und Fahrgästen. Die nun vorliegenden Fahrgastzahlen zeigen deutlich, dass dieser bedarfsgerechte Ansatz erfolgreich war.
Auf den Hauptachsen mit hoher Nachfrage – etwa auf den Linien 520, 531, 560 und 595 – führten Taktverdichtungen, erweiterte Betriebszeiten und optimierte Linienführungen zu spürbaren Verbesserungen. Diese Linien verbinden wichtige Siedlungsräume sowie zentrale Gewerbe- und Industriestandorte und zählen heute zu den stärksten Achsen im Regionalbusverkehr der Region.
Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2023 wurde diese Linienstruktur umfassend neu gestaltet. Ein direkter, linienscharfer Vergleich zwischen 2023 und 2025 ist daher nur eingeschränkt aussagekräftig. Wie gut das neue Verkehrskonzept angenommen wird, zeigt sich jedoch sowohl im Gesamt-Fahrgastplus der vergangenen zwei Jahre als auch in den Zuwächsen einzelner Linien im Jahresvergleich 2024 zu 2025. So legte etwa die Linie 560 Schwanenstadt– Attnang-Puchheim–Vöcklabruck–Timelkam allein 2025 um rund 9 Prozent auf 327.518 Fahrgäste zu. Auch die Linie 531 Vöcklabruck–Regau–Pinsdorf–Gmunden verzeichnete in diesem Zeitrahmen ein Plus von rund 7 Prozent auf 238.947 Fahrgäste.
Sehen lassen kann sich auch die Bilanz der Linie 595 Mondsee – Zell am Moos – Oberhofen am Irrsee – Straßwalchen – Neumarkt am Wallersee: Mit der Anbindung an den Bahnknoten Neumarkt am Wallersee, der Wiedereinführung von Verbindungen am Wochenende und einzelner zusätzlicher Verdichter im Verkehr zu den Schulen in Neumarkt am Wallersee und Mondsee nutzen mittlerweile 175.564 Fahrgäste diese Linie. (+9 Prozent von 2024 auf 2025).
„Wir haben das Angebot konsequent an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen in der Region ausgerichtet. Dass vor allem die stark frequentierten Hauptlinien deutlich zulegen, bestätigt unsere Planungsgrundlagen und den intensiven Austausch mit Gemeinden, Betrieben und Fahrgästen“, sagt Klaus Wimmer, Geschäftsführer der OÖ Verkehrsverbund Gesellschaft.
Starke Verknüpfung von Bus und Bahn als Erfolgsfaktor
Als wesentlicher Erfolgsfaktor erweist sich die konsequente Abstimmung des Regionalbusverkehrs auf den Bahnverkehr. Durch verlässliche Anschlüsse an zentrale Bahnknoten wurde der Öffentliche Verkehr insgesamt deutlich attraktiver. Der Regionalbus wird damit zunehmend als echte Alternative zum Auto genutzt – sowohl als Zubringer zu Bahnlinien als auch für direkte Wege innerhalb der Region. Ein gutes Beispiel dafür ist die Linie 562 Kammer-Schörfling – Weyregg am Attersee – Steinbach am Attersee – Unterach am Attersee. Dank der besseren Vernetzung zur Bahn sowie der zusätzlichen Möglichkeit, an den Wochenenden im Sommer mit einer Linie den Attersee zu umrunden, stiegen die Fahrgastzahlen im Vorjahr um 15 Prozent.
Fahrgastplus von 22 Prozent für Regionalbahn Vöcklabruck – Kammer-Schörfling
Ebenso deutlich zeigt sich die erfolgreiche enge Abstimmung der Regionalbusfahrpläne mit den Regionalbahnen am Beispiel der Regionalbahn Vöcklabruck – Kammer-Schörfling: Die Bahnlinie 172 umfasst eine Strecke mit 10 km Länge und 5 Haltestellen. Parallel dazu wurde im neuen Regionalbus-Verkehrskonzept die Buslinie 561 Regau – Vöcklabruck – Timelkam – Lenzing – Schörfling/Attersee ausgebaut. Davon profitiert haben beide öffentlichen Verkehrsmittel: Das Fahrgastplus bei der Bahnlinie 172 liegt bei 22 Prozent im Vergleich zu 2023.
„Die gesamtheitliche Betrachtung und enge Verzahnung von Bus und Bahn ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Wer heute verlässlich umsteigen kann und wem ein gutes öffentliches Verkehrsangebot zur Verfügung steht, entscheidet sich deutlich häufiger für den Öffentlichen Verkehr und lässt das Auto immer öfter zuhause stehen“, so Klaus Wimmer.
Positiver Ausblick
Die Bilanz nach zwei Jahren zeigt klar: Das neue Regionalbus-Verkehrskonzept „Gmunden Nord – Vöcklabruck“ ist ein Erfolgsmodell. Das deutliche Fahrgastplus von 20 Prozent bestätigt, dass Angebotsausbau, moderne Fahrzeuge und gute Abstimmung mit der Bahn entscheidende Hebel für eine nachhaltige Mobilität sind. „Wir sehen uns damit auf dem richtigen Weg, den Öffentlichen Verkehr in der Region weiter zu stärken und zukunftsfit auszubauen“, so Landesrat Günther Steinkellner abschließend.




